Auf der Reeperbahn nachts um halb eins…

Geschrieben von Mo am 6. April 2008 | Abgelegt unter Pfadfinder, on Tour

Das vergangene Wochenende habe ich in Hamburg verbracht, in erster Linie um mir endlich mal den legendären Hamburger Singewettstreit anzuschauen. Die Hinfahrt mit meinen geschätzten Stammeskollegen Moritz und Obelix verlief ereignis-, aber leider auch schlaflos, und so war ich im Prinzip schon ziemlich erledigt, als wir mitten in der Nacht in Hamburg aus dem Zug stiegen. Egal, der Rest unserer Reisegruppe wartete schon in der Kneipe “Zum Anker” auf uns, mitten auf dem Kiez. Falls jemandem die Herbertstraße was sagt – da nebendran.
Nebenbei eine Anekdote aus meinem aufregenden Leben: eine der Damen hat mich auf meine “hübsche Salami” angesprochen. Ich muss wohl ziemlich verwirrt geguckt haben, zumindest hab ich ne ganze Zeit lang gebraucht, bis mir eingefallen ist, dass ich ja noch ne Stange Salami außen am Rucksack hängen hab…
Der Elbtunnel, nicht im Bild: der Hall.Auf der Reeperbahn, allerdings leider erst nachts um halb drei, war’s dann ziemlich nett, aber das ganze ließ sich noch optimieren. Deshalb ein Locationwechsel hin zum Alten Elbtunnel an den Landungsbrücken, wo sich ein ziemlich lustiges Volk eine ziemlich gute Singerunde geliefert hat. Ich brauch eindeutig auch nen eigenen kleinen Tunnel, der Hall ist nämlich ziemlich cool.
Den halben Vormittag verbrachten wir dann schlafend auf der Horner Rennbahn, wo ich mir mit dem Schneyra, einem Jungenschaftler namens Hermann und seinem schrill klingelnden Handy eine Pferdebox teilte. Um die Mittagszeit gab’s dann Frühstück mit unfassbar gutem Kakao, so dick wie Pudding, und danach einem Frühstücksbier. Und schon war es Nachmittag und wir fanden uns auf dem Uni-Gelände ein, wo wir zunächst einem der Vorentscheide lauschten. Zwischendurch aßen wir den kleinsten Jumbo-Kebab der Welt, streiften über den Markt und saßen dann gespannt im Publikum des Der Singewettstreit - ich brauch nen Kontrabass!Singewettstreits. Der natürlich qualitativ ziemlich gut war, das hat Laune gemacht. Die Entscheidungen häte ich übrigens genauso getroffen wie die Jury, und ich hab’s sogar geschafft mich wach zu halten. Na ja, fast.
Nach einer, ähm, kurzen Odyssee durch die Straßen von Altona fanden wir dann schließlich das Mayday, wo die Nachfeier zum Singewettstreit stieg. Ich glaub ich hab in den zwei Tagen echt alle Biersorten Norddeutschlands durchprobiert. Wie gesagt, hat Spaß gemacht.
Kurzer Schlaf im Foyer einer Schule, und dann ging’s ab auf den Fischmarkt. Der nicht ganz so spektakulär war, wie ich mir erhofft hatte, aber doch zumindest einen Besuch wert. Dann ging’s auch schon auf die Heimfahrt, die einen großen Teil des heutigen Tages verbraucht hat. Hauptsache wir konnten schlafen und Räucherfisch essen. “Ssänk ju for träwweling wiss Deutsche Bahn…”

Fazit: ein spaßiges, musikreiches, teures und vor allem schlafarmes Wochenende – Ladies and Gentlemen, ich verabschiede mich ins Bett. Gute Nacht.

4 Kommentare zu “Auf der Reeperbahn nachts um halb eins…”

  1. am 7. April 2008 um 14:57 1.Jan schrieb …

    sowas geht der saufen während wir hier im schnee versinken…

  2. am 7. April 2008 um 18:32 2.Schneyra schrieb …

    Falls du mal wo nen günstigen Tunnel findest, kauf zwei! :-)

  3. am 7. April 2008 um 18:33 3.Hamburger Singewettstreit 2008 « Alltäglich belangloses « der tag und ich schrieb …

    [...] Aktualisierung: Der Mo hat inzwischen auch gebloggt. [...]

  4. am 7. April 2008 um 19:44 4.Schneyra schrieb …

    Achso: Schaffst du die Bilder mal noch wohin? Ich lad meine später noch ins Studenten-KZ.

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben