Ein Kurs- Zwei Reflexionen (1)
Geschrieben von Jan am 2. April 2008 | Abgelegt unter Pfadfinder, gezeichnet/geknipst, on Tour
So- Erster! Haha! Der gute Mo und ich haben uns darauf geeinigt jeder einen eigenen Grundkurs-Reflexions-Bericht zu schreiben- dies hier ist nun meiner.
Der Kurs war echt toll, ich bin motiviert und überzeugt auf dem richtigen Weg zu sein… auch wenn viel wirklich nur Wiederholung von Altbekanntem war.
Vorneweg kam die Zugfahrt… ich hasse lange Zugfahrten, langjährige TdJ-Leser wissen jedoch dass ich immer etwas erlebe dabei, dass war dann auch diesmal der Fall…
Nachdem wir (Justin, Lisa und ich) in I-O zu den Altforweilerern (Tamara und eben Mo) und Saarbrückern (Lukas, Tobias und Jan Z.) in den Zug gestiegen waren, ging es weiter Richtung Mainz, unterwegs stieg noch der Kreuznacher Matze zu und rammte beim Einstiegen erstmal den Schaffner mit seinem Rucksack. In Mainz mussten wir dann schnell umsteigen und schon hatten wir den Norden des Landesverbandes um uns- es gab nämlich zwei Fahrtengruppen, den “Rauen Norden” und den “Sonnigen Süden”, vom Norden her kamen Piet und Aaron (von Helfenstein, Koblenz), Lutz und Wau (Pilgrim Falkoni, Heimbach-Weis), Hannah (Raugrafen, Simmern) sowie Birte und Anna (Piraten, Neuwied). Zusammen gings nun nach Frankfurt, hier wurde wieder umgestiegen und schon saßen wir im überfüllten Fahrradabteil des Regionaldoppelstockexpresses nach Kassel. Unterwegs hatten wir Spaß- zum einen mit dem Koffer von Wau, der wirklich alles enthielt was ein Pfadfinder zum überleben braucht (Golfschläger, Müllgreifer, Bruce-Fahne, Megafon usw) zum anderen mit einer sehr (!) jungen Mutter die in Gießen zustieg- mit sehr interessanter Unterwäsche und dem Kommentar “Das ist ein Kinderwagenabteil!” Nunja Platz gemacht für ihren Wagen hatten wir schon, sie war aber der Meinung dass “hier nuuuur Kinderwägen und vielleicht Fahrräder stehen dürfen”- ohne weitere Diskussion räumte sie das Feld, den Wagen durfte sie stehen lassen… wir sind ja gar nicht so.
Kurze Zeit später kam der Snackverkäufer- der erzählte uns erstmal einen von seinem tollen Kaffee (0,3L für 3,00) und fragte anschließend was wir da eigentlich “für schicke FDP Krawatten anhabt?”- auch Erklärungen wollte er nicht hören wurde aber gleich von uns hinauskomplimentiert… Kurze Zeit später stiegen die ersten Hessen zu – erster Kommentar “Nur dass ihrs wisst- wir sind gegen Alkohol auf dem Kurs”- nette Begrüßung auf jedenfall.
Irgendwann kamen wir dann in Kassel an, schlugen uns den Magen voll im Restaurant zur Goldenen Möwe und stiegen in den RE nach Immenhausen.
Vor Ort wurden wir vom Grundkursteam begrüßt und uns wurde das Thema präsentiert- Barock, der beste Anblick war dabei übrigens unser Landesvorsitzende Martin. Dann ging es erstmal bergauf…lange lange lange Bergauf, der Mo hatte dank seiner abklingenden Erkrankung seine liebe Not, Hannah und ich passten auf unseren gelben Mitstreiter auf.
Irgendwann kamen dann aber auch wir oben an, dann wurden unsere Häuser eingeteilt- angeblich nach den Künsten und Oh Wunder, der Mo und ich hatten die gleiche… Jan Z und Tobias aus SB, sowie die Anna und der Matze hatten ebenso gute Tanzleistungen vorzuweisen, der Rest wurde bunt verteilt.
Nachdem uns die Teamer dann irgendwann vorgestellt wurden begann der Abend, der von unserem Landesverband unfreiwillig begonnen und willig beendet wurde.
Das Wetter war übrigens total toll- Schnee, Kälte und jede Menge Schlamm…
Zurück zu den Abenden- da war unser LV, in verschiedener personeller Besetzung, eindeutig immer der letzte im Bett- die Singerunden waren allerdings täglich von einem anderen LV dominiert, schade eigentlich aber wohl unvermeidbar.
Schon am zweiten Abend kam es zur Alkoholdiskussion, dabei einigte man sich in kleiner Runde auf einen Kompromiss. Getrunken werden durfte weiterhin, Flaschen sollten jedoch aus dem Kreis “hinter” die Leute gestellt werden, keine Kneipenstimmung, kein Zuprosten- es hat jedenfalls funktioniert.
Als Zusatz durften wir Nachmittags auch noch “Bäume binden”- sprich: die frisch gepflanzten Bäumchen mit Pfählen festigen und dann auch festbinden nachdems Schnur gab.
Über den Tag quälten wir uns dann durch theoretische Einheiten und den Blick aus dem Fenster (diese fiesen Wölflinge waren ständig am spielen! Der Thomas hatte völlig Recht!) und nach jeder Einheit folgte eine Reflexion… jeden Tag, 4/5 Mal. Und zwischendurch erzählte Hannah ihren Ponywitz, so oft bis sie ihn selbst verdrehte. Recht interessant war das Planspiel und der Abend an wir zuerst durch ein Spinnennetz und dannach über einen Fluss mussten- anschließend ein wenig in sich kehren allein mitten im Wald- toll. Insgesamt fand ich aber vorallem den Austausch untereinander – wofür der Kurs ja auch irgendwo gedacht ist… Die Revolutionäre versuchten das Thema zu stören, das wesentlich besser ausgelebt wurde als auf dem letzten Kurs, wenn das Thema an sich auch nicht so gut war. Anna fiel dabei der Guillotine zum Opfer, der LV kam in kurzen Hosen zur Morgenrunde und schon war der halbe Kurs vorbei. Die Kundschaft oder Streife wie das ganze Mittlerweile heißt stand auch unter dem Kursmotto, was wenig förderlich war und keine der Hausgruppen konnte wirklich etwas erreichen in Kassel- unsere fand wenigstens ein gutes Alternativthema.
Wir besuchten auf meine (EIGENLOB :D) Idee ein Kino und schauten “Die Welle”. Der Film war heftig, aber genial und brachte uns alle ins Nachdenken, wir sahen Parallelen und gleichzeitig deutliche Unterschiede- wir waren jedenfalls zufrieden mit der Präsentation am nächsten Tag und mit dem obligatorischen Besuch des Irish Pub am gleichen Abend.
Der Kurs neigte sich langsam dem Ende und Mo, Hannah und Lutz suhlten sich im Schlamm während ich in der Singerunde einschlief. Irgendwie war der Kurs plötzlich zu Ende, gerade als sich im Kopf der meisten gerade ein gewisses Gemeinschaftsgefühl eingestellt hatte.
Der Abschied wurde eine traurige Angelegenheit- natürlich nur echt mit Reflexion…übrigens: Im Abschlusskreis gabs 4 Strophen- aber das ist eine andere Geschichte.
Dann kam die Heimfahrt, auf der Strecke bis Kassel plante ich mit Mo und Hannah das Pfingstlager aus und in Frankfurt haben Lukas und ich den Zug zerstört- weil Anna und Birte zu spät kamen, dadurch kamen wir dann wiederum zu spät nach Mainz, verpassten den Umstieg und waren eine Stunde später zu Hause.
Eine tolle Woche :)
P.S. ich hab jetzt einfach mal schnell aus meinem Kopf runtergetippt- wenn ich was vergessen hab, immer her damit…
2 Kommentare »


am 2. April 2008 um 11:32 1.Mo schrieb …
who the fuck ist lukas, mit dem du den zug zerstört hast? doch nicht lukas der lokomotivführer von jim knopf? :)
am 2. April 2008 um 12:10 2.Jan schrieb …
fast richtig… ich meinte eher Lukas, den Honecker…